Agieren statt reagieren — Einsparpotenziale im Gebäude durch Betriebsoptimierung effektiv ausschöpfen

Reaktivität: Status quo im Gebäudebetrieb

Aktuell ist die Arbeit von Betreiberteams darauf ausgelegt auf Nutzerbeschwerden und Alarme der Gebäudeleittechnik zu reagieren. Häufig ist eine Reaktion zeitkritisch, damit weitere technische Störungen und Unzufriedenheit der Gebäudenutzer vermieden werden. Als technisches Werkzeug, um Alarmen und Beschwerden nachzugehen, ihre Ursachen zu verstehen und zu beheben, steht den Betreiberteams und dem Facility Management meist nur eine Gebäudeleittechnik zur Verfügung. Mit ihr können aktuelle Messdaten, sowie Status der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) eingesehen, akute Fehlfunktionen erkannt und behoben werden. Die grundsätzliche Ursache für die Betriebsstörungen kann mit einer Gebäudeleittechnik jedoch oft nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand identifiziert werden, sodass in absehbarer Zeit gleichartige Alarme und Beschwerden erneut auftreten. Störungen der TGA, die zwar zu einem erhöhten Energieverbrauch führen, jedoch keinen Alarm auslösen oder Nutzerbeschwerden verursachen, können mit diesem Vorgehen nicht erkannt werden. Bestenfalls werden diese Fehlfunktionen bei der nächsten Wartungsarbeit erkannt und behoben.

Proaktivität: Der Schlüssel, um aktuelle Herausforderungen zu meistern

Innovative Betreiberteams und Facility Manager sind sich der Problematik einer reaktiven Betriebsführung bewusst und beginnen rein intuitiv mit einem Wandel zu einer proaktiven Betriebsführung: Beispielsweise nutzen sie Trendanalysen und setzen sich kontinuierlich mit einer Verbesserung des Betriebs auseinander, um die Ursachen und nicht nur die Symptome für Alarme und Beschwerden zu beheben. Natürlich kann nicht vermieden werden, dass es dennoch zu technischen Störungen kommt. Sie treten jedoch seltener und in geringerem Maße auf. Die Arbeitsbelastung der Teams sinkt bei zeitgleicher Verbesserung der Betriebsstabilität und Energieeffizienz im Gebäude.

Technisches Monitoring unterstützt proaktiven Betrieb

Insbesondere energetisch nachteilige, aber auch verschleißträchtige Betriebsweisen der TGA bleiben bei reaktiver Betriebsführung zwangsläufig unbemerkt und werden nicht behoben. Mit dem technischen Monitoring von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen nach VDI 6041 steht eine Methodik zur Verfügung eben diese Betriebsweisen strukturiert zu identifizieren und zu vermeiden. Die VDI-Richtlinie empfiehlt betriebsdatenbasiertes Energie-, Anlagen-, Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring durchzuführen. Ziel des technischen Monitorings ist eine tiefgreifende Transparenz des Gebäudebetriebs zu ermöglichen und damit eine Grundlage für eine umfassende und effektive Betriebsoptimierung zu schaffen. Die VDI-Richtlinie unterteilt in Einregulierungs- und Langzeitmonitoring, um auf die unterschiedlichen Phasen im Gebäudelebenszyklus einzugehen.

Digitalisierung automatisiert technisches Monitoring

Außer Frage ist, dass die Durchführung von technischem Monitoring sowohl umfangreichen Datenzugriff zu Mess- und Statusdatenpunkten von Automationssystemen als auch starke fachliche Expertise im Betrieb von Gebäuden zur Auswertung der erhobenen Daten benötigt.

Jetzt ist der Zeitpunkt mit proaktivem Betrieb zu beginnen

Unabhängig davon, ob Sie Gebäude errichten, besitzen, kaufmännisch oder technisch verwalten oder betreiben: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt mit proaktivem Gebäudebetrieb zu beginnen.

Fazit

Mit proaktiver Betriebsführung kann nicht nur der Energieverbrauch, die CO2-Emission, die Abnutzung technischer Gewerke in Gebäuden und die Kosten für den Betrieb reduziert werden, sondern auch die Behaglichkeit der Gebäudenutzer ohne Investitionen gesteigert werden. Darüber hinaus unterstützt eine proaktive Betriebsweise die Arbeit von Facility Management und Betreiberteams.
Mit technischen Richtlinien wie der VDI 6041 stehen bereits etablierte methodische Vorgehensweisen zur Verfügung.

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