Technisches Monitoring und das Problem mit der Datenerfassung

Technisches Monitoring als Leistungsangebot

Bau- und Gebäudeüberwachung entwickelt sich zunehmend zu einem dringend notwendigen Transparenzwerkzeug. Von der Planungs- und Realisierungsphase bis zum finalen Betrieb gibt es bei der Technischen Gebäudeausrüstung zahllose Beispiele, bei denen sich der Realbetrieb der Anlagentechnik unvorhergesehen verhält. Viel zu oft kommt es derzeit noch vor, dass Planungs-Soll und Betriebs-Ist sich stark unterscheiden. Grund genug für viele Ingenieurbüros das Technische Monitoring mit in das eigene Leistungsportfolio aufzunehmen und den Betreiber im Sinne eines transparenten Qualitätsmanagements bis zum erfolgreichen Betrieb zu begleiten. Für Ingenieurbüros bietet dieses Leistungsangebot die Chance zusätzliche Wertschöpfung zu generieren bei gleichzeitiger Qualitätssicherung der vom Errichter erbrachten Leistung.

Probleme beim Technischen Monitoring

Im Austausch mit verschiedenen Ingenieurbüros haben wir zentrale Probleme herausgearbeitet, denen sich Anbieter von Technischem Monitoring gegenübersehen.

EXKURS: Warum Technisches Monitoring trotzdem so wichtig ist

Wer als Ingenieurbüro das Technische Monitoring in sein Leistungsportfolio aufnimmt, weiß um die Ziele und Vorteile, die damit einhergehen. Konkret geht es darum, möglichst große Transparenz über den tatsächlichen Betrieb eines Gebäudes, einer Liegenschaft oder ganzer Quartiere zu schaffen. Insbesondere dokumentierte Systemzustände, äußere Einflüsse oder auch Fehlfunktionen können dadurch identifiziert werden.

Digitalisierte Datenerfassung — So einfach kann TMon sein

Fest steht: Technisches Monitoring ist notwendig für einen effizienten Anlagenbetrieb und Ingenieurbüros können und wollen diese Leistung anbieten. Doch es gib ein großes Problem, das sich im Verlauf des Artikels deutlich herauskristallisiert hat: Wie komme ich als Ingenieurbüro an alle wichtigen Daten?

Digitaler Zwilling:

Ein digitaler Zwilling repräsentiert ein reales Objekt in der digitalen Welt. Der Digital Twin eines Gebäudes bildet das Gebäude digital in Form von Daten und Algorithmen ab. Dieses Konzept hilft dabei, ein datenbasiertes Konzept des Gebäudes digital abrufen zu können.

Datenbereitstellung Plug-and-Play:

Um die mühevolle manuelle Datenerhebung mit CSV-Dateien abzulösen sind zwei Dinge wichtig: Zum einen eine Vernetzung und Zusammenführung aller Daten in einen großen Data Lake, zum anderen der Zugang zu diesen gesammelten Daten, um das Technische Monitoring betreiben zu können. Das kann inzwischen sehr einfach Plug-and-Play organisiert werden. Dafür genügt ein kleiner Industrie-PC und ein Internetanschluss. Mit wenigen Handgriffen ist alles installiert und die Daten sind sicher im Netz verfügbar. Zum Abruf gibt es digitale Lösungen wie Cloud-Plattformen, die die Daten zudem über ein Web-Frontend einsehbar machen.

Remote Datenzugriff:

Um nicht regelmäßig wieder zum Objekt fahren zu müssen, braucht es eine Möglichkeit direkt remote Zugriff auf die Gebäudedaten bekommen zu können. Das kann über eben dieses webbasiertes Frontend ermöglicht werden. Alle Daten werden darin gespiegelt, historische Daten können angezeigt und in Zeitreihen visualisiert werden. Für diese Ansicht muss kein Projektbeauftragter mehr auf die Baustelle oder zum Gebäude fahren. Auch besteht dadurch keine Abhängigkeit mehr vom Betreiber oder Errichter. Einmal initialisiert, spart ein remote Zugriff also hohe Ressourcen ein.

Visuelle Abbildung der GLT:

Mit digitalen Mitteln kann eine visuelle Abbildung von relevanten Aspekten der GLT erstellt und mit den Gebäudedaten gefüttert werden. So wird beispielsweise auf einen Blick sichtbar, ob eine Anlage läuft oder nicht. Probleme im Anlagenbetrieb werden erkannt und können damit direkt behoben werden.

Langfristige Überwachung:

Die remote Datenerfassung für das technische Monitoring ermöglicht also einen schnellen, einfachen und risikofreien Projektabschluss. Doch auch danach kann die Betreuung weiter gehen. Durch die Arbeit mit digitalen Mitteln können Ingenieurbüros ohne großen Aufwand auch ein weiterführendes Cross-Selling-Angebot an ihre Kunden unterbreiten. Die regelmäßige Analyse der Gebäudedaten kann dann bequem über die Plattform erfolgen, ohne, dass weitere kostenintensive Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen.

Softwarelösung für Technisches Monitoring

Die Ausführungen haben gezeigt, dass Technisches Monitoring mit verschiedenen Maßnahmen schon heute digitaler und einfacher geht. Wichtig ist in jedem Fall die Relevanz der Thematik einordnen zu können. Ein Plus an Digitalisierung im Monitoring-Prozess birgt für Ingenieurbüros erhebliche Mehrwerte

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